Definition - Was ist das RFID Verfahren Mifare classic / Mifare DESFire EV1?

Die Definition von Mifare classic und Mifare DESFire ist ein RFID Verfahren der Firma NXP (Holland).

Definition - Was ist das RFID Verfahren Mifare classic / Mifare DESFire EV1?

Mifare classic und Mifare DESFire ist ein RFID Verfahren der Firma NXP (Holland), dass mit der entsprechenden Hardware auch Informationen auf Karten schreiben  kann. Laut Hersteller wurden von der weltweit meistgenutzten RFID-Chipkarten-Technologie bislang mehr als 2 Milliarden Mifare-Karten und über 20 Millionen Mifare-Kartenleser veräußert. Mifare ist damit die klare Nummer 1 unter den kontaktlosen RFID-Chipkarten .

Der NXP Mifare-Transponder arbeitet mit einer Reichweite von bis zu 10 cm und nutzt dabei eine Frequenz von 13,56 MHz. Dabei kommen Mifare-Karten ohne eigene Batterie aus, sie werden durch das Magnetfeld der Basis-Station (Schreib-/ Lesegerät) mit Energie versorgt. Hierbei nimmt eine, in der Transponderkarte integrierte, Drahtspulte beim Durchführen durch das Magnetfeld die benötigte Energie auf.

Zu den bekanntesten und gängigsten Chiptypen gehören die der Serie Mifare Classic, als Weiterentwicklung wurde die Mifare DESFire Serie entwickelt. Der Speicher der Mifare-Classic-Karten ist in mehrere Sektoren unterteilt, welche jeweils unabhängig voneinander vor unerlaubtem Lesen oder Schreiben geschützt sind. Diese Sektoren sind wiederum in mehrere Blöcke zu je 16 Byte unterteilt. Durch spezielle Mechanismen erlaubt der Mifare-Transponder mehrere, unterschiedliche Applikationen zu bedienen (Multiapplikation), was diese kontaktlosen RFID-Karten besonders interessant macht.
Im Speicher des Mifare DESFire EV1 Chip finden insgesamt bis zu 28 Applikationen Platz. Jede Applikation kann mit bis zu 32 Dateien angelegt werden. Jede Datei verfügt über einen eigenen AID (Application IDentifier) und ist somit eindeutig erkennbar. Im Gegensatz zu dem Mifare- Classic-Chip, bei der die AID im sogenannten Mifare Application Directory (MAD) hinterlegt werden, besitzt die Mifare DESFire EV1 ein selbstverwaltetes Inhaltsverzeichnis. Somit können von den Karten die aktivierten Applikationen (AIDs) abgefragt werden. Es werden insgesamt 5 unterschiedliche Dateitypen unterstützt. Abhängig von dem verwende-ten Dateityp kann über einen integrierten Backup-Mechanismus sichergestellt werden, dass beim Schreiben von Daten auf die Karte Inkonsistenzen verhindert werden, wenn z.B. die Karte zu früh aus dem Empfangsfeld des Lesers entfernt wird. Alle Daten können mit unterschiedlichen und allgemein bekannten Algorithmen verschlüsselt werden. Es stehen die Algorithmen DES, 3DES und AES zur Verfügung.
Durch die hohe Verschlüsselung ist diese Verfahren besonders für sicherheitsrelevante Bereiche zu empfehlen.

Beispiele für Anwendungsgebiete mit Mifare-Karten sind:
Zugangskontrolle ( ZK ) und Zeiterfassung ( ZE )
Ausweise mit Bezahlfunktion (Kantinensystem)
Freigabe an Multifunktionsgeräten (Drucker, Kopierer)

Die mawa-solutions GmbH unterstützt dieses Verfahren in ihren Lösungen.

Suchbegriffe

Zugangskontrolle, Transponder, Chiptypen, RFID Mifare classic, RFID Mifare DESFire, Definition

 25-09-2014
 mawa-solutions